Spätestens seit der Kür zur Kulturhauptstadt Europas 2025 sollte es niemanden mehr überraschen: Chemnitz ist unbedingt eine Reise wert! Es gibt viel zu entdecken: Eine architektonisch interessante und mehrfach prämierte Innenstadt lädt zu Streifzügen ein. Außergewöhnliche Museen garantieren Kunstgenuss höchster Güte. Denkmale der Industriekultur zeugen von der wechselvollen Geschichte der Stadt, die zu den industriellen Wiegen Deutschlands zählt. Und sozusagen „vor der Tür“ liegt das Erzgebirge und romantische Flusstäler – ein reizvoller Kontrast, der seinesgleichen sucht
Chemnitz
Kulturhauptstadt 2025
„Ich freue mich riesig für diese wunderbare Stadt und die hier lebenden Menschen. Ich bin mir sicher: Die Macher-Mentalität der Chemnitzer war mitentscheidend dafür, dass es am Ende geklappt hat. ”
Chemnitz | Europäische Kulturhauptstadt 2025
Einst die reichste Stadt Deutschlands, dann jahrzehntelang nicht wirklich in Erscheinung getreten und vielen nur noch als "ehemalige Karl-Marx-Stadt" in Erinnerung: Chemnitz wird Deutschland im Jahr 2025 als "Kulturhauptstadt Europas" vertreten, gemeinsam mit 38 Kommunen aus Mittelsachsen, dem Erzgebirge und Zwickau. In der Kulturhauptstadt-Region werden unentdeckte Orte zum Leben erweckt und Unsichtbares in Projekten unter dem Motto "C the Unseen" sichtbar gemacht. Für 2025 sind rund 100 Projekte und etwa 1.000 Veranstaltungen geplant. Die gute Nachricht: Besucher und Besucherinnen müssen nicht bis 2025 warten, um das Unentdeckte in Chemnitz und seiner Region zu erkunden. Europas Kulturhauptstadt 2025 ist schon jetzt ein lohnendes Ausflugsziel. Die Stadt hat eine beeindruckende Geschichte und viele Orte, Bauwerke und Museen erzählen davon.
Touristische Highlights in Chemnitz
Die erste urkundliche Erwähnung von Chemnitz datiert im Jahre 1143
Stadtteile hat Chemnitz
Meter hoch ist das Karl Marx Monument inklusive seines Sockels
Jahre lang – von 1953 bis 1990 – hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt
bunte Farben schmücken den „Lulatsch“ genannten Schornstein des Heizkraftwerkes Chemnitz
Industriekultur im „Sächsischen Manchester"
Chemnitz ist eines der bedeutendsten Zentren deutscher Industriekultur: Im „Sächsischen Manchester“ entstanden die ersten echten Fabriken Deutschlands. Die Errichtung der ersten Baumwollspinnereien ab 1798 kann als Ausgangspunkt der rasanten Entwicklung gelten; bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Chemnitz zu einer der reichsten Städte Deutschlands. Zahlreiche eindrucksvolle und repräsentative Gebäude, zum Teil monumentale Fabrikanlagen, entstanden – Kathedralen der Industrie, die noch heute das Stadtbild von Chemnitz prägen.
Extra-Tipp:
Viele sehenswerte bauliche Zeugnisse der Industriekultur liegen in oder nahe der Innenstadt. Perfekt für eine Erkundungstour zu Fuß!
Insider-Tipps für Chemnitz
Im Sommer verwandelt der Parksommer den Stadthallenpark für vier Wochen in ein großes Kulturfestival mit abwechslungsreichem Programm und lockerer Atmosphäre: Konzerte, Poetry-Slams, Yogastunden und Angebote für Kinder – alles eintrittsfrei!
Der Kaßberg gilt als eines der schönsten Gründerzeitviertel Sachsens und begeistert mit über 150-jähriger (Architektur-)Geschichte. Im Untergrund befindet sich ein weit verzweigtes Netz von Kellergewölben. Viele gemütliche Kneipen und empfehlenswerte Restaurants verleihen dem Kaßberg sein einzigartiges Flair.
Das ehemalige Kaufhaus DAStietz beherbergt das eindrucksvolle Naturkunde-Museum mit dem 290 Millionen Jahre alten „Versteinerten Wald" im überdachten Lichthof.
Im smac, dem Staatlichen Museum für Archäologie, gibt es nicht nur tolle Ausstellungen für die ganze Familie, sondern im Erkerbereich der Ausstellungsfläche auch einen der besten Panorama-Blicke auf die Stadt.
„Ich freue mich auf die facettenreichen Projekte, die in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt und viele unterschiedliche Menschen in Europa verbinden werden.”
Chemnitzer Museen, die ihr gesehen haben solltet
Sächsisches Industriemuseum:
Imposante Maschinen, historische Automobile und Einblicke in die Alltagskultur seit der Industrialisierung bis in die GegenwartVilla Esche:
Ein architektonisches Juwel: Die Villa ist ein international beachtetes Hauptwerk der frühen Moderne – 1903 nach Plänen des belgischen Künstlers Henry van de Felde gebaut – heute restauriert und zu besichtigen.Museum Gunzenhauser:
Mehr als 2.400 Werke deutscher Kunst der Jahrhundertwende, des Expressionismus und der Nachkriegsmoderne, präsentiert in einem ehemaligen Sparkassengebäude im Stile der Neuen Sachlichkeit.
Die Innenstadt
Chemnitz ist ein Mekka für Architekturfans! Seit 1990 hat die Innenstadt eine beispiellose Entwicklung genommen. Wo einst grauer Beton das Bild bestimmte, haben namhafte Architekten ein neues, sehens- und lebenswertes Quartier geschaffen. Verdichtet treffen hier Epochenstile aufeinander und veranschaulichen die wechselvolle Stadtgeschichte: Wachstum und Wohlstand während der Gründerzeit, die Hinwendung zur Moderne, Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, die DDR-Zeit und das neue Selbstbewusstsein nach der politischen Wende. Und natürlich kommt hier auch das Vergnügen bei Shopping und kulinarischem Genuss nicht zu kurz!