Winterwandern in der Sächsischen Schweiz

Wandern
Beim Winterwandern in der Sächsischen Schweiz entdeckt ihr eine Landschaft, die endlich zur Ruhe gefunden hat. Und vielleicht gelingt euch das ja auch? Die Weite, das Licht, die Kälte – alles führt zurück zum Wesentlichen. Auf sonst belebten Wanderwegen begegnet ihr in der kalten Jahreszeit oft niemandem außer euch selbst. Die hier vorgestellten Routen sind eine Einladung, für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen, und die schroffe Schönheit der Natur zu genießen – ob als Familie, in der Gruppe oder allein.

Kirnitzschtal – Zum Felsentor „Kuhstall” am Wildenstein

Ihr sucht ein kleines Naturabenteuer mit großem Freiheitsgefühl? Dann ist diese Route perfekt für euch. Der Aufstieg zum Felsentor beginnt an einer kleinen Brücke am Parkplatz „Lichtenhainer Wasserfall“. Der liegt direkt gegenüber, stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde angelegt, um den sich gerade entwickelnden Tourismus in der Sächsische Schweiz weiter anzukurbeln. Heute wirkt er eher wie eine Kuriosität – aber wenn ihr einen richtig kalten Wintertag erwischt, könnt ihr um die Wette Eiszapfen zählen. Dann geht’s aber wirklich los.

Nach einer reichlichen halben Stunde Weg bergauf durch den Wald erreicht ihr den schönsten „Balkon“ der Sächsischen Schweiz. Durch das mächtige Steintor blickt ihr auf eine in Dunst und Nebel gehüllte Landschaft, aus der frostglitzernde Felsentürme aufragen. Auf wilde und ursprüngliche Wälder, Schluchten und zerklüftete Sandsteinformationen.

Wer nicht unter Platzangst leidet, erkundet vor der Einkehr in die muckelige historische Bergwirtschaft noch die Himmelsleiter – einen schmalen Felsspalt, der nur Platz für einen Menschen bietet. Danach geht es auf befestigten Wegen bergab. Zurück zum Parkplatz kommt ihr mit dem Bus (3 Stationen) oder zu Fuß entlang der Straße.

Schwierigkeit: Mittel
Länge: 3,73 km
Dauer: 1:45 Stunden
Start / Ziel: Parkplatz Lichtenhainer Wasserfall (Rundweg)
ÖPNV-Anreise: S1 bis Bad Schandau, dann Kirnitzschtalbahn oder Bus 241 bis Lichtenhainer Wasserfall
Einkehrmöglichkeiten: Gaststätte & Pension Lichtenhainer Wasserfall, Bergwirtschaft Am Kuhstall

Kurort Rathen – Über die Bastei nach Wehlen

Auf dieser Winterwanderung erkundet ihr das „Goldene Dreieck“ zwischen Rathen, Wehlen und der Bastei. Los geht‘s am Bahnhof des Kurorts Rathen. Von dort sind es nur 100 Meter bis hinunter zur Fähre, die im Zehn-Minuten-Takt übersetzt. Im Januar und Februar könnt ihr dabei den Eisschollen hinterherschauen, die auf der Elbe in Richtung Dresden gleiten. Am rechten Elbufer angekommen, folgt ihr der Ausschilderung in Richtung Bastei. Links von der Straße führen Treppen steil bergauf. Ab der Hälfte des Wegs wandert ihr auf dem von rechts kommenden Malerweg weiter – und dann seid ihr auch schon oben.

Der schönste von vielen spektakulären Blicken auf die Basteibrücke und die vom Schnee konturierte Felslandschaft bietet sich von der Ferdinandaussicht. Stärken könnt ihr euch im Panoramarestaurant oder am Kiosk direkt dahinter, der auch mitten im Winter frischen Baumstriezel oder eine knackige Bockwurst serviert.

Zurück nach Wehlen findet ihr auf dem Malerweg, der kurz hinter dem Panoramahotel links in den Wald führt. Nehmt euch Zeit für den Abstieg und seid vorsichtig. Die Wege sind im Januar und Februar oft vereist.

Schwierigkeit: Mittel
Länge: 7,69 km
Dauer: 2:45 Stunden
Start / Ziel: Wanderparkplatz oder Bahnhof Kurort Rathen / Bahnhof Stadt Wehlen
ÖPNV-Anreise: S1 bis Bf. Kurort Rathen (Anreise) / S1 ab Bf. Stadt Wehlen (Abreise)
Einkehrmöglichkeiten: Berghotel & Panoramarestaurant Bastei, Hotel & Restaurant Amselgrundschlösschen

Winterwanderkarte der Sächsischen Schweiz (2025/2026)

Für die Wintersaison präsentiert die Sächsische Schweiz ihre aktualisierte Winterwanderkarte mit 35 abwechslungsreichen Routen – von entspannten Spaziergängen bis zu anspruchsvolleren Wanderungen. Jede Strecke hält mindestens eine geöffnete Einkehrmöglichkeit bereit, sodass ihr unterwegs jederzeit eine Pause einlegen könnt.

Ein besonderes Highlight: Erstmals sind 20 Winterspaziergänge entlang des Malerwegs in der Karte enthalten. Sie führen zu markanten Aussichtspunkten und bekannten Felsformationen wie der Kaiserkrone, dem Papststein, der Gautschgrotte, dem Uttewalder Grund, dem Kuhstall, dem Wolfsberg und der Festung Königstein. Perfekt für kürzere Touren durch die winterliche Landschaft des Elbsandsteingebirges.

Die Schwierigkeitsgrade der Touren sind nach dem bekannten Farbsystem auf der Karte gekennzeichnet:

  • Blau: einfache Touren – meist flach, gut begehbar und oft geräumt.

  • Rot: mittelschwere Wanderungen – mit Steigungen und Passagen, die bei Tiefschnee herausfordernder sein können.

  • Schwarz: anspruchsvolle Routen – führen über steile Anstiege, Treppen und schmale Pfade; bei Schnee und Eis teilweise schwer passierbar.
Auf der Rückseite der Karte findet ihr detaillierte Angaben zu Streckenlänge, Gehzeit, Park- und ÖPNV-Möglichkeiten sowie Hinweise zu Winter-Einkehrzielen. Zusätzlich zeigt die Karte Aussichtspunkte, Freizeitangebote und weitere Ausflugsziele, die die Winterwanderung besonders abwechslungsreich machen.

Also, zieht euch warm an, packt Thermoskanne und Proviant ein – und entdeckt die Sächsische Schweiz in ihrer winterlichen Pracht!

Eine Tour, die ich bestimmt einmal ausprobieren werde, ist von Königstein über Pfaffendorf auf den Pfaffenstein hinauf, um dort den wunderbaren Blick ins Umland zu genießen. Nach dem Abstieg geht es weiter um den Quirl und wieder nach Königstein zurück. Dort lohnt es sich noch Zeit für einen Besuch auf der Festung Königstein einzuplanen oder eine Runde auf der Eisbahn von Kanu Aktiv Tours zu drehen.

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© (c) 2016, Thomas Schlorke
Bloggerin Katharina
03. März 2026
Mein Tipp

Die Winterwanderkarte der Sächsischen Schweiz könnt ihr hier bestellen.

Fazit

Ihr sucht noch mehr Tipps für einen aktiven Winter in Sachsen?

Lasst euch von unseren Tipps für Winterausflüge in Sachsen inspirieren oder entdeckt weitere Winterwanderungen!

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